Katzengold

Es glitzert, es knistert, und zuweilen werden damit allerhand Lebensmittel abgedeckt und verpackt. Was für eine Vergeudung. Denn für mich ist es was besonders Attraktives, mit dem man einfach spielen muss.
ALUMINIUM-Papier! Heute Morgen, auf der Suche nach Zerstreuung, fand ich es. Ein herrlich funkelndes Ding, vergessen und unbeachtet halb hinter dem Schrank liegend. Ein Alubällchen! Wohlgeformt zu einer perfekten Kugel. Geschickt gekickt hatte ich es vor mir liegen. ›Da muss Leben rein‹, dachte ich mir und setzte zum Pfotenschlag an. Links, rechts, links ab durch die Mitte, gekonnt wie ein Fußballer der Ersten Liga. Wenn es dann mal in der Ecke verschwand, kein Problem. Wofür hat man eigentlich ein Mäulchen? Kurz aufgenommen, zurechtgelegt, da wo es am schönsten ist, nämlich auf der Treppenstufe. Hah – und wieder, rechts, links, rechts und TOOOOOOOOR. Ich konnte mir ein heiteres Gurren nicht verkneifen und hab zum Sprung angesetzt, um es sogleich wieder artgerecht abzuschleppen und in Position zu legen. Zehn mal wiederholt, das wars. Denn so eine Spielsession muss kurz und heftig sein ganz nach Katzenart. Alles andere ist Ressourcenverschwendung, wie ich finde.
Frauchen war ganz entzückt, hat wieder ihr kleines Kästchen geholt um Fotos zu machen und einen Film zu drehen. Werde ich jetzt ein Star? Mau.